Plane deine Beobachtungsnacht!

Eine Beobachtungsnacht will immer gut geplant sein. Die Sichtbarkeit von Objekten ist ja von Tages und Jahreszeit abhängig und somit tut man gut daran sich schon bei Tageslicht einen Überblick zu verschffen, was denn sinnvolle Beobachtungsobjekte sein könnten. Dabei ist das klassische Mittel eine drehbare Himmelskarte. Es ist möglich sie nach Datum und Urzeit so einzustellen, dass sie den Sternenhimmel so abbildet, wie er zur jeweiligen Zeit ist.

Die Möglichkeit der „Drehbaren Himmelskarte“ sind aber in gewissem Sinne begrenzt, denn es sind keine Planeten oder etwa der aktuelle Stand des Mondes zu sehen. Auch Hochaktuelles wie Kometen oder Kleinstplaneten zeigt sie nicht.

Darum empfehle ich folgende Software: http://www.stellarium.org/de/

Sie ist gut und gratis und zeigt den Sternenhimmel so wie er kommende Nacht sein wird. Datum und Urzeit lassen sicht mit ein paar Mausclicks einstellen und die Planung für die Beobachtungsnacht kann beginnen…

Warum trotzdem eine Sternkarte?

Beim Beobachten ist es wichtig das Auge an die Dunkelheit zu gewöhnen. Schaust du jetzt immer wieder in den Computerbildschirm, dann werden sich deine Augen auch immer wieder neu einstellen müssen. Das Problem ist dabei hauptsächlich das weiße Licht, wie es eben vom Computerbildschirm oder einer Taschenlampe abgegeben wird. Also machst du folgendes: Nimm eine kleine Taschenlampe und bringe eine Stück roter, transparenter Folie vor dem Licht an und du hast deine erste selbstgebaute Astrolampe in Händen. Mit dem roten Licht, das nun aus ihr dringt beeinträchtigst du deine Sehkraft nicht mehr so stark. Damit kannst du jetzt im Dunklen deine Sternenkarte lesen und dir anschauen wo du was suchen musst.

Noch sitzen wir aber vor unserem Computer und unserer Planetariumssoftware. Erstelle nun eine Liste. Was willst du beobachten? In welchem Sternbild wird das Objekt zu finden sein? In welcher Himmelsrichtung erwartest du das Sternbild? Oder wird es sich über dir nahe dem Zenit befinden? All das solltest du bereits vor deiner Beobachtungsnacht wissen. Um im Feld auch Fakten parat zu haben kannst du auch folgende Daten auf deine Liste nehmen: Wie weit ist das Objekt weg? Was ist zu sehen? Welche physikalischen oder chemischen Eigenschaften hat das Objekt? usw. Vergiss nicht, dass man meist nur Milchige Flecken in Graustufen durch das Fernrohr sieht. Mit ein bisschen Wissen macht es da gleich mehr Spaß.

Sternbilder sind gerade in Stadtnähe (weil man nur sehr wenige Sterne sieht) aber auch am Land (weil da oft so viele helle Sterne zu sehen sind, dass man erst einmal den Überblick behalten muss) für einen Anfänger sehr schwierig zu erkennen. Darum ist es oft um so wichtiger sich ordentlich vorzubereiten. Ich meine um es gleich ehrlich zu sagen. Kein einziger meiner Pläne für eine Beobachtungsnacht hat jemals gehalten. In der Praxis läuft es eben oft anders als am Computerbildschirm. Wolken, eine Hauswand, Stechmücken usw usw..die Praxis bringt eben ihre eigenen Schwierigkeiten. Und gerade aus diesem Grund sollte die geplante Aktivität zumindest theoretisch gut durchüberlegt sein.

trash on!

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