Was ist Lo-Fi?

Hier erst mal die Wikipedia-Erklärung

Low Fidelity oder Lo-Fi bezeichnet Musik, die mit simplem technischen Equipment aufgenommen wurde oder so klingt, als wäre die Aufnahme mit solchem gemacht worden. Das Antonym dazu ist High Fidelity bzw. Hi-Fi.

Die musikalische Qualität der eigentlichen Songs ist von der Aufnahmeart nicht betroffen, weshalb Lo-Fi nicht für minderwertige Musik steht. Die benutzten Studiogeräte und elektronischen Musikinstrumente entsprechen aus Gründen einer gewollt „retro“ wirkenden (an historischen Vorbildern orientierten) Klangästhetik nicht dem Stand der aktuellen technischen Entwicklung.

Wer den gesamten Eintrag lesen möchte:

http://de.wikipedia.org/wiki/Low_Fidelity

Also bedeutet eine „Lo-Fi Herangehensweise“ wohl am ehesten etwas mit simpelsten Mitteln zu kreieren. In der Musik ist das tolle daran, dass dadurch manchmal etwas von ungeahnter Authentizität entsteht. In der Astronomie mag das ein klein wenig anders gefächert sein. Da ist mehr meistens mehr.

Trotzdem finde ich den Gedanken mit geringen Mitteln etwas zu schaffen hier wie dort interessant und ich denke in vielen Disziplienen gilt: Um mit geringen Mitteln auszukommen braucht es oft umso mehr an Können.

Vielleicht stimmt auch das in der Astronomie nicht immer ganz. Es gehört eindeutig mehr Können dazu einer CCD-Kamera ein Bild zu entlocken, als einer Canon und die Canon ist hier wohl das klar geringere Mittel was ihre Anschffungskosten betrifft…

Nun aber zur großen Gemeinsamkeit der Lo-Fi-Familie. Der Lo-Fi-Gedanke ermöglicht es einem an etwas teilzunehmen, das man sonst nicht machen könnte ohne das Gefühl zu haben eine furchtbare Stümperei zu betreiben. Man sagt dann einfach das Zauberwort „Lo-Fi“ und schon ist man dabei. So ähnlich wie Marcel Duchamp herausfand, dass schon alleine der Kontext, dass ein Objekt im Museum steht gewissermaßen ein Kunstwerk erschaffen kann.

Bei einem Lo-Fi-Musikstück kann es sein, dass der Song irre gut ist oder der Interpret sehr gut spielt. Das wird man auch höhren können, wenn das Musikstück auf einer Musikkassette aufgenommen wurde. Vielleicht braucht der ein oder andere Jungspund jetzt das: http://de.wikipedia.org/wiki/Kompaktkassette

So ist es auch in der Astronomie. Wenn du den Mond mit geringen Mitteln abbilden kannst, dann kann man daran erkennen, dass du in der Lage bist den Mond am Nachthimmel zu finden. Wenn du M31 so abbilden kannst, dass man sie zumindest in Ansätzen erkennt, dann merkt man daran, dass du M31 auffinden und fotografieren kannst. Wenn du es schaffst die Kamera ein weing nachzuführen (Erdrotation ausgleichen) und du nicht nur lauter Striche auf der Aufnahme hast, dann ist klar. Der Mann/die Frau weiß wo Polaris ist, kann eine Montierung einnorden und ein Objekt auffinden. Da spielt die Qualität gar keine so große Rolle.

Alos Lo-Fi-Astronomie ist Astronomie für Jedermann…

trash on!

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