Sigma 170-500mm APO…

sigma

Hier nun der versprochene Praxis-Test vom Sigma 170-500mm…

Für kommende Ausflüge in die Natur wollte ich einen kleinen APO, mit dem man sowohl weitere Sternfelder als auch Paradeobjekte ganz gut hinbekommen kann.  Meine Wahl fiel auf dieses Zoom Objektiv, das gebraucht zu einem sehr erschwinglichen Preis erhältlich ist. Vor und Nachteile gegenüber einem Fernrohr-APO liegen wohl auf der Hand. Ein Fernrohr-APO hat gewöhnlich ein wenig mehr Lichtsammelvermögen und was nicht unwesentlich ist…man kann ihn auch ganz gut zur Beobachtung nutzen. Das Objektiv wiederum ist wesentlich transportabler und mit Zoomfunktion in seiner Anwendung flexiebler. Für die Fotografie mit einem Fernrohr-APO ist zusätzlich noch ein sogenannter Flattener notwendig, der das Bildfeld ebnet. Dafür müssen noch 200 Euro extra miteinberechnet werden. Im Objektiv ist dagegen alles fix und fertig verbaut…

Warum muss es eigentlich ein APO sein? Die meisten Teleobjektive tendieren leider zu unschönen Farbfehlern und dies wird besonders bei der Astrofotografie zum Problem. Mond und Sterne haben dann einen blauen oder violetten Saum und bei langen Belichtungszeiten addiert sich der Fehler auf. Darum bin ich ziemlich schnell wieder von der Astrofotografie mit gewöhlichen Objektiven abgekommen…

Nun ein paar Bilder, die ich mit dem Objektiv gemacht habe:

sigmatest (2 von 5)

sigmatest (1 von 5)

Zwei Bilder vom Mond bei 500mm…die Schärfe könnte etwas knackiger sein…das war aber mein Fehler. Die Bilder wurden übrigens direkt hintereinander aufgenommen…mit unterschiedlicher Belichtungszeit.

sigmatest (3 von 5)

sigmatest (4 von 5)

Im Bild oben die Venus und unten der Jupiter mit Monden (bei 500mm)…

m51 m51 (1 von 1)

M51 bei 500mm…ca 2h belichtet…

herkuleshaufen (1 von 1)

M13 bei 500mm…ca 2h belichtet…

yyy (1 von 1)

Mond mit Vordergrundmotiv bei 170mm…

https://trashholeobservatory.wordpress.com/2015/04/06/raffinerie-mit-mondaufgang/

nordamerika xy (1 von 1)

Nordamerikanebel bei 170mm…

https://trashholeobservatory.wordpress.com/2015/04/29/nordamerikanebel-mit-sigma-170-500mm-apo/

Nach diesen ersten Tests bin ich eigentlich sehr zufrieden mit dem Objektiv. Natürlich ist die Abbildungsqualität mit meinem TS-APO um einiges besser aber für ein Zoomobjektiv kann das Sigma eigentlich ganz gut mirthalten. Was ich sehr bequem finde ist, dass die Unendlich-Einstellung mit einem Strich makiert ist und in dieser Einstellung die Sterne tatsächlich scharf werden. Somit spart man sich das lästige Schärfepunkt-Suchen und dies kann bei einem Einsatz im Feld schon sehr nützlich sein.

In der Astrofotografie scheint mir das Sigma 170-500mm mehrere Stärken zu haben. Darunter die schnelle Anwendung, die man sich bei kurzen Wolkenlücken oder unsicherer Wetterlage zu nutzen machen kann. Da verhältnismäßig zu einem Fernrohr-APO geringe Gewicht und die hohe flexibilität was die Brennweite betrifft. Das Öffnungsverhältnis ist mit f5-f6,3 auch nicht übel und vor allem wenn man das Objektiv gebraucht kauft, bekommt man es meist zu einem guten Preis.

Beim Gebraucht-Kauf ist aber Vorsicht geboten. Ältere Sigma-Objektive kommunizieren oft nicht korrekt mit dem Kameragehäuse…wie sich solcherlei Probleme lösen lassen, habe ich hier kurz beschrieben:

https://trashholeobservatory.wordpress.com/2015/02/23/sigma-mein-sorgenkind-unfertiger-beitrag/

Zum Abschluss noch ein nicht astronomisches Motiv:

sigma test (1 von 1)

trash on!

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