Galileoscope…

galileoscope (1 von 1)

Hab mich leider nicht zusammenreißen können und mir das Galileoscope besorgt. Es erschien 2009 zum internationalem Jahr der Astronomie und war so wie das First-Scope dazu gedacht bei Kindern und Jugendlichen das Interess an Naturwissenschaften zu wecken.

Es ist ein 55mm Refarktor Bausatz mit 500mm Brennweite. Mit diesem Röhrchen sollte man gut nachempfinden können, wie sich die Astronomie für Galileo Galilei anfühlte.

Zusammengebaut war es schnell und mit nur wenig Aufwand. Es ist dazu nichts nötig, was nicht in der Packung ist.

Nach dem Zusammenbau ist mir negativ aufgefallen, dass keinerlei Staubschutzkappen mitgeliefert wurden. Weder für Okulare noch für das Teleskop. Hab ich eigentlich noch nie erlebt…

Gestern Nacht war es dann so weit. Während mein 150er Newton fleißig Fotos machte, wollte ich mich fühlen wie Galileo…

…und ich glaube, das ist mir gelungen. Zuerst habe ich den Mond beobachtet. Durch das Telskop sieht man sehr schön die Krater und alles wirkt beeindruckend dreidimensional. Na ja, vielleicht doch ein wenig besser als das was Galileo zur Verfügung hatte…

…weiter zu Saturn. Da sieht es mir schon ein wenig mehr nach Galileo aus. Wenn man weiß was es ist, das man da sieht, kann man alles gut erkennen. Die Ringe sind fein auszumachen. Die Kassini-Teilung natürlich nicht…

…weiter gings für mich durch den Skorpion hinauf über die Milchstraße hinein in den Schwan. Dort wird es dann endgültig derb. In Richtung Zenit fällt die Beobachtung nicht leicht und ich muss auf dem Boden knien um etwas sehen zu können…

Deep-Sky mäßig geht sich mit dem Galileoscope sehr wenig bis gar nichts aus…das entspricht aber den historischen Tatsachen und stört mich deshalb nicht. Die sehr unangenehme und teilweise ergonomisch bedenkliche Haltung, die man für die Beobachtung der meisten Himmelsregionen einehmen muss, werde ich mir zu Ehren von Galoleo sicher noch ein bis zwei mal antun… vielleicht werd ich das Scope aber dann ein klein wenig aufmotzen, so dass das Beobachten etwas bequemer wird…

Mein Fazit:

Ich habe mir das Teleskop angeschafft, weil ich nachempfinden wollte, wie schwierig es für die Pioniere der Astronomie war (Galileo hätte bei der Ausrüstung eines heutigen durchschnittlich ausgerüsteten Hobbyastronomen sicher feuchte Augen bekommen)…und natürlich auch um ein klein wenig daran zu basteln. Somit bin ich mit dem Kauf zufrieden. Dass Deep-Sky Beobachtungen mit diesem Gerät eher schwierig sind, war mir auch vor dem ersten Beobachtungsabend klar…

Für Kinder finde ich es allerdings nicht wirklich geeignet. Einzig und alleine das Zusammenbauen scheint mir kinderlicht zu sein. Das Beobachten mit diesem Instrument ist eher schwierig. Es hat kein Sucherfernrohr und man kann auch keines nachrüsten (vielleicht doch :)) Man sucht Objekte mittels Kimme und Korn…das ist ganz und gar nicht einfacht. Auch das Scharfstellen benötigt ein wenig Fingerspitzengefühl.

Das Auffinden von Himmelsobjekten ist für Anfänger ohnehin anspruchsvoll und so sollte man Kindern nicht auch noch mit schwierig zu handhabenden Instrumenten fordern. Sonst würgt man eher ab was man fördern wollte. Leider muss man sagen dass es eigentlich keine Einsteigertelsekope gibt. Alles was Spaß macht und dabei hält kostet dann doch ab 200 Euro aufwärts. Wenn es aber billig bleiben muss…ist das First-Scope zu empfehlen…

https://trashholeobservatory.wordpress.com/2014/11/06/tho-unter-100-euro-76300/

trash on!

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