Mondfinsternis…

Nachdem der Wetterbericht nicht unbedingt gut aussah machte ich mir eigentlich keine großen Hoffnungen mehr auf das seltene Ereignis. Die Pläne wurden etwas korrigiert…die ambitionierte Version dieser Nacht hätte ohnehin nur Sinn gemacht, wenn ich am Vortag Gelegenheit zum Einnorden gehabt hätte…

Mein Setup war aber dann doch ein klein wenig zu bescheiden gehalten…das Wetter war ja durchaus annehmbar…

Um 0 Uhr bin ich kurz aufgewacht und der Blick aus dem Fester bestätigte leider, dass es immer noch wolkenverhangen war…

Als dann um 2 Uhr der wecker klingelte war es als würde mir jemand mit einem Stein auf den Kopf schlagen aber der Blick hinaus entschädigte mich schnell…der Hauptdarsteller war klar und deutlich zu sehen…jetzt aber hopp…

Ich nahm den Startravel 80mm für das optische Vergnügen und die Canon 60d + Sigma 170-500mm APO mit auf das nahegelegene Feld…kurz den Star Adventurer eingenordet und los…

abgebissen (1 von 1)

Wie erwartet verfinsterte der Mond sich stätig…ich genoss das Schauspiel und drückte so dann und wann auf den Auslöser…

500mm (1 von 1)

Dann wurde er wie versprochen rot…schön…

Ich hatte auch noch ein Ass im Ärmel…das liebe „Gucki“…damit habe ich immer wieder beobachtet, wie die Sterne mit fortlaufender Verdunkelung immer heller hervor traten…der Orion, die Hyaden, die Plejaden…wunderbar…wirklich wunderbar…

Kurz vor 4 Uhr war aber dann Schluss…die versprochene Wolkenfront war angereist um mir den Blick zu verderben…

Hier die letzten Aufnahmen:

wolkig (1 von 1)

wolkenfinsternis (1 von 1)

kleiner (1 von 1)

Damit war es aber noch nicht vorbei…als ich die Fotos hierhin hinauflud bemerkte ich, dass das auch andere schon geta hatten und ich merkte schnell, dass viele das Ereignis auch hier mit verfolgten…das habe ich sehr schön gefunden, denn ich hatte eigentlich das Gefühl gerade (bei der Finsternis) ganz alleine gewesen zu sein…war ich aber scheinbar gar nicht…in meiner Schlaftrunkenheit fühlte ich mich tief verbunden… 🙂

trash om!

Allen eine schöne Finsternis!

Hier in Wien schaut es momentan nicht so gut aus…alles Wolkenverhangen und in den nächsten Stunden bleibt das so…

…auch der Wetterbericht ist nicht gar so toll…es soll eine Wolkenlücke geben…aber leider um mindestens 2h zu früh…

…na ja, Zeit zum Pläne minimieren…aufgegeben wird aber nicht…ich werde nun bald mal schlafen gehen…

Möge die Nacht mit euch sein!

trash on!

„Was tut sich so?“ oder „Warten auf das Christkind…das heuer im Oktober kommt“…

Nun ist sie also angefordert…die CCD…

Zukünftig geht es also mit lichtempfindlicherem Gerät durch die Nächte. Hab mir beim berühmten Tommy Nawratil ein „Rundum Sorglos Paket“ zusammenstellen lassen, mit dem ich rein gedanklich schon mal sehr zufrieden bin. In der Praxis wird sich das neue Gerät hoffentlich in der zweiten Oktoberhälfte antesten lassen…

Was ist nun eigentlich eine CCD Kamera und wodurch unterscheidet sie sich von eine DSLR? Grundsätzlich ist eine CCD von Haus aus lichtempfindlicher und dadurch besser für die Astrofotografie geeignet als eine handelsübliche Spiegelreflex. Dazu wird aber auch noch der Sensor gekühlt und somit das Rauschen stark reduziert. Wer sich dann noch für eine monochrome (schwarz/weiß) Variante entscheidet, der kann von noch einer höheren Lichtempfindlichkeit ausgehen und zusätzlich erheblichen Einfluss mit Hilfe von Filtern nehmen. Ein Nachteil gegenüber einer DSLR ist, dass man einen Computer zur Steuerung der CCD benötigt. (etwas womit ich keine besondere Freude habe…noch ein Ding mehr zu schleppen…)

Praktisch gesehen bedeutet eine CCD somit „mehr“.

-mehr an Kosten

-mehr an Aufwand

-mehr an Ärger

-mehr an Fehlerquellen

-aber eben auch mehr an Qualität

Zu viel möchte ich mir dabei aber nicht vormachen. Auch mit einer CCD befinde ich mich noch immer am wiener Stadtrand und daher bemühe ich mich im Moment stark meine Phantasien nicht in Richtung der ganz Großen der Astrofotografie abdriften zu lassen…das wird es nämlich nicht spielen…

Im Moment ist mir, das muss ich schon zugeben, ein klein wenig die Motivation an meiner herkömmlichen Methode verloren gegangen…das mag aber auch daran liegen, dass ich mich schon untertags mit den Funktionsweisen meiner neuen Gerätschaften auseinadersetze. Ich würde ja gerne spätestens zum M42 wieder mit dabei sein und es gibt jede Menge zu tun. Bisher habe ich bei meiner Fotografie keinen einzigen Filter verwendet…ab jetzt werden es gleich 7 Stück sein…in einem motorisierten Filterrad, dass so wie die CCD von einem Computer gesteuert wird. Das Ganze sollte dann aber auch noch mit dem MGEN-Autoguider zusammenspielen und das bedeutet erst mal den Computer zu präparieren und mich dann mit der nötigen Software auseinander zu setzen…komplexes Ding!

Die vielen Filter benötigt man übrigens um Farbe ins Spiel zu bringen. Was bei einer DSLR die sogenannte Bayern-Matrix besorgt wird nun von mir übernommen…das ist eigentlich jener Teil, der mich am meisten daran interessiert…aber eben auch in der nachträglichen Bearbeitung erheblich aufwändiger…

Unter dem Strich möchte ich es mit TOCOTRONIC formulieren:

Jetzt geht wieder alles von vorne los!!!!!!

Das bedeutet jedoch nicht, dass ich meine modifizierten Conons jetzt vergraben muss. Erstens mach ich so dann und wann mal gern was im Feld und anderseits gibt es ja bei mir meist ein „Nebenrohr“…

Neben diesem Versuch von M33 möchte ich auch noch gerne M45 mit der Canon machen…damit hätte ich dann die A-Promis des Nordhimmels gemacht…mit der Canon…

dreiecksgalaxie (1 von 1)

Hier schon mal ein sehr miserabler Versuch von M45…der StarAdventurer ist in diser Nacht etwas ungenau gelaufen und daher wurde nur Mist draus…

m45 (1 von 1)

In der nächsten Zeit wird es also etwas weniger von mir geben und ich denke eigentlich auch, dass sich mein bisheriges Tempo mit einer CCD nicht machen lassen wird…somit wirds vielleicht allgemein weniger…vielleicht aber auch ein klein wenig besser?

Einer der nächsten Beiträge wird sich mit kleinen Ferngäsern beschäftigen und ich hoffe natürlich auch die Mondfinsternis zu kriegen. Im Moment sieht es aber nicht gut aus mit dem Wetter…hoffentlich tut sich noch was! Bei mittelmäßigem Wetter und ohne die Gelegenheit ordentlich einzunorden, muss ich wohl von meinen allzu ambitionierten Plänen ein klein wenig zurückweichen…im Moment sagt der Wetterbericht aber, dass es eher gar nichts wird…der Mond wird zwar verdunkelt sein…aber durch Wolken…

In diesem Sinne wünsche ich allen einen klaren Himmel für die Mondfinsternis!

trash on!

Vielleicht!

Ich habe meine Rubrik „astro pics“ in „astro pics (Canon)“ umbenannt und in meinem Astrokasten ein Fach leer geräumt…werde ich jetzt womöglich tun, was ich vor einer Woche nicht gedacht hätte?

Muss ich mich jetzt wieder neu einlesen und beschäftigen?

Muss ich zukünftig doch den Computer mitschleppen?

Vielleicht!

trash on!

Visible Solar System…

Visible_Solar_System_1982_Commodore_a

Da ich einen C-64 besitze, war es mir in den letzten Tagen möglich die Planetariumssoftware „Visible Solar System“ zu testen. Für alle die zu jung sind um zu wissen, was ein C-64 ist…kurz gesagt war das der erste Heimcomputer, der sich in großer Masse abgesetzt hat…die lange Version hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Commodore_64

Es sei natürlich vorrausgesetzt, dass die meisten Handys heute bei weitem leistungsfähiger sind, als der C-64 das war und dementsprechend sind Programme für diesen Computer auch gestaltet. Was heute sehr einfach und oft auch sinnlos aussieht, war in den 80ern hoch interessant und spannend…

spiel (1 von 1)

Hier nun das Visble Solar System…man startet im Kontrollraum eines Raumschiffs…wie gut, dass sie das in die Gebrausanweisung geschrieben haben…hätte ich nämlich nicht erkannt. Mit dem Rauschiff ist es uns möglich das Sonnnensystem zu bereisen.

Es gibt folgende Ansichten:

laufbahnen (1 von 1)

Die Planeten und ihre Bahnen…und einzelne Planeten mit ein paar Daten:

gaia (1 von 1)

Erde…

mars (1 von 1)

Mars…

c64 ju (1 von 1)

Jupiter…

nrutas (1 von 1)

und der Saturn…

Zusätzlich gibt es noch weitere Seiten mit Daten…teilweise kann man in diesen Ansichten die Planeten miteinander vergleichen…

…aber unter dem Strich war es das schon wieder…

Ich selbst hatte in meiner Kindheit ja keinen C-64…aber der Robert, mein damaliger „Bester Freund“ der schon…

Vielen Konsolen wird ja vorgeworfen, dass sie Kommunikation und Phantasie zerstören würden. Der C-64 muss hier wohl kein schlechtes Gewissen haben. Kommunikation konnte sehr gut in den langen Ladephasen betrieben werden und wie man ja auf den Bildern sehen kann, kam man auch nicht ganz ohne Fantasie aus…

trash on!