Waren wir auf dem Mond?

Es ist nicht lange her, da hat die NASA einige Roh-Bilder der Mondlandung im Netzt veröffentlicht…da war es nur eine Frage der Zeit bis die Zweifler wieder auf den Plan treten…

Grundsätzlich finde ich ja, dass Verschwörungstheorien oft ein wenig zu abschätzig beäugt werden. Das liegt wahrscheinlich daran, dass es unter ihnen auch sehr viele wirklich selten-blöde gibt.

Wenn man sich allerdings ansieht, in welcher Weise sich beispielsweise die verschiedenen Versionen der gleichen Geschichte im Falle der Vorfälle rund um den 11.9.2001 gegenüber stehen, so muss man schon zugeben, dass hier die Verschwörungstheorie und die offizielle Variante nur zwei Seiten einer Münze darstellen. Dies kam eindeutig ans Licht, als die damaligen Chefs von CIA und FBI offen zugaben, dass das Weiße Haus über die drohenden Anschläge informiert war, aber keinerlei Reaktion zeigte.

Ich denke, dass es mit Information eine sehr schwierige Sache ist. Jeder von uns verzerrt sie…ob mit Absicht oder nicht. Unser Gehirn agiert wie ein Filter…manche Sachen lässt es durch…andere nicht…

Wenn man sich nun vergegenwärtigt, dass jeder Berichterstatter auf der ganzen Welt nicht mehr als ein solcher Filter ist, dann sollten wir nicht davon ausgehen, dass Berichterstattung unbedingt viel mit Wahrheit zu tun hat. Je länger eine Information unterwegs ist, desto verzerrter muss sie letztendlich sein. Eine meiner Hoffnungen an das Internet ist genau diese Tatsache klar zu machen. Die Rechnung dabei: Durch den Umstand, dass ein Informatioskonsument auf viele Quellen zugreifen kann, wird dem Filter die Filterwirkung klar und er verhält sich Informationen gegenüber vorsichtig.

Leider scheint aber oft genau das Gegenteil der Fall zu sein. Das Internet strotzt nur so von Falschmeldungen…das wäre ja an sich okay…weil auch diese dazu beitragen den Endverbraucher kritisch zu stimmen. So läuft das nur leider nicht…

Es scheint eher so, als hätten wir einen Denker und einen Beweisführer im Kopf…und was der Denker denkt ist der Beweisführer bereit zu beweisen. Finden wir z.B., dass unser Nachbar ein Idiot ist, dann werden sich sicherlich auch Beweise dafür finden lassen…darum bleiben Falschmeldungen über Kaufhäuser- plündernde-Flüchtlinge für manche Menschen auch dann wahr, wenn dies sogar von den Konzernen selbst dementiert wird.  Wir glauben einfach was wir glauben wollen…wir filtern…und wenn das nicht aufhört verwandeln wir das Internet letztendlich in eine Waffe…natürlich werden wir niemals wirklich aufhören können zu filtern…ich denke aber, dass es grundsätzlich ausreicht zu wissen, dass man filtert…bedenkt man das beim Denken, dann ist die Gefahr geringer ins extreme abzudriften…

Nun zur Mondlandung:

In diesem Fall halte ich die Verschwörungstheorie für Unsinn…

Wenn das Motto nun lautet lange Informationsketten aus dem Spiel zu nehmen, so bleibt noch immer ein schlagkräftiges Argument für die Tatsache der Mondlandung stehen:

Das Hauptargument der Verschwörungsanhänger: Die USA hatten allen Grund die Mondlandung zu faken, weil sie sich im Propaganda-Wettstreit mit der UdSSR befanden.

Nun den hauseigenen Filter einschalten:

Wenn die Russen damals, wie ja allgemein angenommen, ebenfalls über Weltraumtechnologie verfügten und somit den Apollo-Flug nachverfolgen konnten…warum haben sie dann die USA nicht verpetzt?

Die einzige Möglichkeit die mir dazu einfällt: Niemand war damals im Weltall und vom Sputnik bis zur MIR war alles nur ein Fake…gut die ganz harten Nüsse bringen an dieser Stelle womöglich die Illuminaten ins Spiel…aber ich sage: „ja! wir waren da!“

Nach diesem Gedankenexperiment kann man auch noch folgendes machen:

Man nehme eine beliebige Digi-Knipse um 2 wichtige Argumente gegen die Mondlandung zu widerlegen:

Argument: Die Schatten von Mondlandefähre und Astronauten fallen nicht in die gleiche Richtung…das deutet auf Studiobeleuchtung hin…

Übung: So viel Schatten wie möglich fotografieren und zu Hause am Rechner genau ansehen. Fallen sie in die selbe Richtung?

Argument: Auf den Mondfotos sind keine Sterne zu sehen. Wie ist das möglich?

Übung: Am hellen Tage hinausgehen und Sterne fotografieren. (die Sonne gilt nicht)

Geht nicht? Wie hätte es denn dann am Mond möglich sein sollen Sterne aufzunehmen…die Astronauten sind am Tag ausgestiegen und haben geknipst…sonst wäre keine graue Mondoberfläche zu sehen…daher gibt es keine Sterne auf den Bildern…

Wie das menschliche Auge muss sich auch ein Foto für eine sinnvolle Belichtung entscheiden. Hätten die Apollo-Astronauten versucht die Belichtung so anzupassen, dass Sterne sichtbar werden, wäre das Bild, denke ich, einfach nur weiß geworden…

sigmatest (2 von 5)

Auf diesem Foto füllt der Mond nur einen sehr kleinen Teil des Bildes aus. Damit ist es im Schnitt weit nicht so ausgeleuchtet wie die Bilder der Apollo-Mission…trotzdem sind keinerlei Sterne sichtbar…

Alle diese Argumente für die Mondlandung können selbst nachvollzogen werden und machen sich nicht (bis wenig) von Fremdinformation abhängig…viel Spaß damit…

trash on!

Jahresreflexionsgespräch…

Am 27 Oktober des letzten Jahres gab es hier an dieser Stelle meinen ersten Beitrag und daher möchte ich den Oktober für einen kleinen Jahresrückblick nutzen. Ein Jahr voller klarer Nächte liegt hinter mir und so werde ich nur eine kleinere Auswahl der Bilder, die ich im letzten Jahr gemacht habe, posten…

Ich bedanke mich bei allen, die meinen bescheidenen Blog hier etwas abgewinnen können…ganz besonders aber bei meinen „Astro-Kollegen“…trotz des Umstands, dass dies hier kein Astronomie-Forum ist, schaffen wir es immer wieder uns gegenseitig zu beeinflussen und uns bei Problemen mit guten Ratschlägen weiterzuhelfen…

Jedes gut gemeinte Kommentar, sei es nun von Gleichgesinnten oder anderen, spornt einem in so manch kalter Nacht dazu an Resultate zu bewirken und das ist oft mehr als notwendig. Der Kosmos ist zwar schön aber auch ohne menschliche Wärme…da tut das eine oder andere freundliche Wort schon gut!

Ich möchte auch meiner Frau danken, die sich zwar einen feuchten Dreck um mein Hobby schert, aber es freundlich toleriert und mich hier und dort sogar mal unterstützt…außerdem hat sie immer noch nicht die Scheidung eingereicht…trotz der vielen klaren Nächten in diesem Jahr…und! die Budgetgespräche liefen meist weniger zäh als erwartet…also vielen Dank!

Der schönste Astro-Moment in diesem Jahr war sicherlich gemeinsam mit meiner Tochter die Sonnenfinsternis zu erleben…es wurde ja sehr viel lamentiert über den Umgang der Schulen mit solcherlei Ereignissen…wenn man sicher gehen möchte, muss man die Dinge eben selbst in die Hand nehmen…mein Sohn war natürlich auch mit dabei…aber er ist eben noch ein wenig zu klein, um wirklich zu begreifen…dafür verstellt er mir bei jeder Gelegenheit meine Montierungen und sorgt so dafür, dass ich immer im Training bleibe…(zu gerne würde ich die Fotos dazu posten…stelle aber leider aus Prinzip keine Bilder von meinen Kindern ins Netz…)

Aber auch um die Aufnahmen der Milchstraßenbilder gab es viele schöne Momente. Die meisten Leute wissen gar nicht was echte Dunkelheit ist und daher wissen sie auch nicht in welcher Weise das menschliche Bewusstsein in völliger Dunkelheit ein anderes ist als am hellen Tage. Jedes Knacksen lässt einen zusammenfahren und wenn man mit der Taschenlampe ein klein wenig in den Wald leuchtet, dann sieht man überall Augen aufblitzen…Rehe?…Wölfe?…Bären?…Wildschweine?…meistens nur Rehe, denke ich…einige davon konnte ich sehr nah (manchmal zu nah) miterleben…tja und einmal auch ein Paar beim Beischlaf (Menschen…keine Rehe…ebenfalls viel zu nah)

Ein klein wenig habe ich auch mit Spektroskopie herumexperimentiert…wollte nachweisen, dass sich der Kosmos ausdehnt. In gewisser Hinsicht ist das auch gelungen…man muss aber schon ein Auge zudrücken um die Beweise als Beweise durchgehen zu lassen.

Ein paar Testbericht gabs auch und ich bin schon ein wenig stolz auch den Umbau von Canon-DSLRs erlernt zu haben…

…momentan gibt’s eine wolkenbedingte Pause, die mir nicht wirklich unrecht ist…ich glaube dass mit der neuen CCD, die hoffentlich nächste Woche kommt, nicht wenig an Herausforderung auf mich zukommen wird…und damit ich kein Astro-Burnout bekomme tut eine kleine Auszeit gut…

Deep Sky:

m42 (1 von 1)

Das Schwert des Orion…

rose1 (1 von 1)

Die schöne Rose…

1000d nordamerika (1 von 1)

Nordamerika…

m101 reloaded (1 von 1)

Das Feuerrad…

sigma gürtel und schwert (1 von 1)

Schwert und Gürtel des Orion…

dreiecksgalaxie (1 von 1)

M33…

sichelnebel (1 von 1)

Das Weltraumgehirn…

lagunennebel II (1 von 1)

M20 und M8…

adlernebel (1 von 1)

Der Adlernebel…

spikes (1 von 1)-3

Pferdekopf und Flammennebel…

m31 sigma (1 von 1)

M31 im Kleinformat…

Milchstraße und Sternbilder…

mw windh süd (1 von 1)

schwarzsee fertig 1 (1 von 1)

bärin (1 von 1)

hochformat (1 von 1)

schneekugel (1 von 1)

hrmw1 (1 von 1)

Sonnensystem:

planeten april 15 GSO 10 (1 von 1)

saturn 3 (1 von 1)

Jupiter und Monde GSO 10- (1 von 1)

Mond:

max3 (1 von 1)

mond saturn (1 von 1)

mond aldebaran venus (1 von 1) mond aldebaran 2 (1 von 1)

mondaufgang nr3 (1 von 1)

luna (1 von 1)

ma6 (1 von 1)

max6 (1 von 1)

e mond (1 von 1)

Finsternis:

500mm (1 von 1)

partielle sonnenfinsternis 2015 wien verlauf (1 von 1)

Trails:

trail1 (1 von 1)

fishtrail (1 von 1)

ameisentrails (1 von 1)

magnolietrails (1 von 1)

trails (1 von 1)

trash on!

 

 

 

 

Kleine Ferngläser…

In der Septemberausgabe von „Sterne und Weltraum“ fand ich einen Vergleichsbereicht des Vixen SG 2,1 x 42 und der etwas günstigeren Alternative „Gucki“…da mir das Vixen SG 2,1×42 ein klein wenig zu teuer ist, hat mich der Beitrag vor allem auf das „Gucki“ neugierig gemacht.

Nach einiger Überlegung habe ich es dann angschafft, das „Gucki“ und wie es mir damit erging bzw ergeht, das möchte ich hier kurz berichten:

Das „Gucki“ heißt eigentlich „Kasai Widebino 28“ und wird in Japan gefertigt. In Europa vertreibt es die schweizer Astro-Firma AOK-Swiss…darum Käsli, Schokolädli…Gucki…ist doch nett!

Der Vergrößerungsfaktor von 2,3x würde ja normalerweise eher darauf hindeuten, dass dieses Teil für den Opern-Gebrauch gefertigt wurde und für den Sternenhimmel eher ungeeignet ist. Doch es hat eine Besonderheit mit im Gepäck: 40mm Öffnung…

vorne (1 von 1)

Wofür ist es also gut dieses Kleinstfernglas?

Vor allem eignet es sich für Weitfeldbeobachtung. Und wenn ich schreibe „Weitfeld“ dann meine ich auch „Weitfeld“. Ganze Sternbilder passen in das Gesichtsfeld des Gucki…

Bevor ich nun ein paar kurze Beobachtungsberichte zum Besten gebe, möchte ich noch eine weitere Besonderheit des Gucki ansprechen. Bei den Linsensystemen handelt es sich nämlich unüblicherweise um 2 kleine galileische Teleskope…dies wohl hauptsächlich damit das Bild nicht wie bei anderen Refraktoren auf dem Kopf steht…hier eine Kurzbeschreibung von AOK-Swiss:

http://www.aokswiss.ch/d/tel/bino/gucky/gucky.html

Nun ja…als es dann endlich ankam, freute ich mich natürlich nicht wenig darauf es am Sternenhimmel auszutesten. Tagsüber, kommst du dir ja eher ein klein wenig verkackeriert vor, wenn du durch ein Gläschen mit 2,3x Vergrößerung schaust…da wird gleich noch einmal abgesetzt um zu prüfen, ob man auch tatsächlich ein Fernglas in der Hand hält. Fast unmerklich dieser Vergrößerungsfaktor…

Promt gab es ein paar klare Nächte auf die Augen und so konnte das Vergnügen beginnen. Viel Erfahrung habe ich ja nicht gerade in der Fernglas-Beobachtung. Der Funke ist irgendwie nie so richtig übergesprungen. Ich glaube das liegt aber auch daran, dass ich wohl viel zu billig gekauft und mir nie so wirklich Mühe gegeben habe…

Als ich nun das Gucki in den Himmel richtete, war es ähnlich wie am Tag. „Hab ich überhaupt ein Fernglas in der Hand?“…kurz abgesetzt…“Ja hab ich…!?“  Ich versuchte für beide Augen scharf zu stellen und sofort wurde klar: Dies war keine Fehlinvestition…es ist kein Fernglas…es ist eine Gerätschaft, die dem Auge ermöglicht mehr an Licht einzufangen (das ist natürlich bei jedem Teleskop der Fall…nur sonst eben mit mehr Vergrößerung verbunden)… und der Stadtrandhimmel ist voller Sterne. Ein Sinnesorgan-Verstärker! Vixen nennen ihr ähnliches Fernglas „Milchstraßenfernglas“ und ich bin überzeugt, dass das Gucki auch als solches taugt. Dies war ja immerhin einer der Hauptgründe der Anschaffung. Bei meinen Ausflügen in ländliche, dunklere Gebiete wollte ich einen kleinen Begleiter für die schnelle Beobachtung in der Westentasche haben…zum Zeitvertreib während der langen Belichtungszeiten bei der Astrofotografie. Leider werde ich das Gucki in dieser Hinsicht erst nächsten Sommer testen können. Was ich aber unter Vorstadthimmel feststellen konnte ist, dass es nebenbei auch dazu taugt, die Milchstraße unter hellerem Himmel sichtbar zu machen. Meiner Schätzung nach sieht man damit ungefähr 10x so viele Sterne als mit bloßem Auge. (rein subjektiv)

hinten (1 von 1)

Mein erstes Beobachtungsobjekt war das Sternbild Cassiopeia…wie gesagt…ca. doppelt so viele Sterne sichtbar…die kleinen Sternhäufchen bereits zart angedeutet. Danach die Andromedagalaxie…fein sichtbar wie unterm Landhimmel…

Mal sehen was der Schwan zu bieten hat: Oh weh…jetzt konnte ich mich wieder erinnern, warum ich Ferngläser nicht so gerne mochte. Wenn im Zenit beobachtet wird, fällt dir das Genick ab. Schnell begriff ich, dass das Gucki dringend nach einer wichtigen Ergänzug verlangte…ich holte einen Liegestuhl aus der Garage und pflack…hier lag ich…den gesamten Schwan im Blick…in seidige Milchstraße gehüllt…und geboren war sie…die bequemste Art der Beobachtung, die ich bisher kenne…ideal für den lauen Sommerabend…einfach genial!

Was soll ich sagen? Seither haben wir uns nicht mehr getrennt, das Gucki und ich. Blitzschnell ist es aus der Tasche geholt und wieder dort verschwunden und so muss man nicht lange überlegen, ob sich die kurze Wolkenlücke für die Beobachtung lohnt…zack…zack-Astronomie…ohne Vergrößerung…dafür mit Superaugen. In Kombination mit Liegestuhl unschlagbar!

Was hab ich seither beobachtet?

Großer Wagen: passt nicht ganz ins Gesichtsfeld…Alkor und Mizar klar uns sehr schön sichtbar…

Cassiopeia: eindeutig mehr Sterne zu sehen als mit freiem Auge…

Schwan: sehr feine Übersicht über das Sternbild…das seidige Band der Milchstraße wird sichtbar…

M31: dreidimensional wirkender milchiger Fleck…bei indirektem Sehen ein schönes Scheibchen…

Orion: Passt gesamt in das Gesichtsfeld…das Schwert des Orion ist gut sichtbar…

Mond: Hier ist der Farbfehler etwas störend. Das Gucki scheint ein wenig zu lichtstark zu sein. Eine Ausnahme war die Mondfinsternis…(weil der Mond ja dunkler war 🙂 )

usw…

Wer kann das Gucki brauchen?

-Astrofotografen…wie gesagt zum Zeitfertreib während langer Belichtungen…

-Beobachter, die mal eine andere Art der Beobachtung kennenlernen möchten…

-Einsteiger, denen oft noch der Überlick fehlt und die womöglich, wegen einem nicht so dunklen Himmel, die Sternbilder nicht so vorfinden, wie sie auf Sternenkarten verzeichnet sind…

-Leute, die gerne im Freien sind, sich zwar nicht so großartig für Astronomie interessieren, aber sich so dann und wann den romantischen Outdoor-Blick in den Sternenhimmel ein wenig versüßen wollen…

-Vielleicht ist es auch etwas für Freunde des Musiktheaters (kann ich nicht beurteilen 🙂 )…hierfür gäbe es aber sicher kostengünstigere Alternativen.

Zwei Extras bleiben noch zu erwähnen: Mittels zweier Adapter ist es möglich 2″ Filter vor den Gläsern anzubringen…bei großen Nebeln sicher ein Augenschmaus…hab ich noch nicht versucht…die Filter würden noch einmal so viel anschlagen wie das Gucki selbst. In Japan wird außerdem eine Art Schiebrille vertrieben, auf die man das Gucki montieren kann. Dann muss man es nicht einmal mehr festhalten…sicher eine gute Möglichkeit um das Gucki noch weiter in Richtung „Sinnesorgan-Verstärker“ zu treiben…ob man mit einer solchen Konstruktion am Straßenverkehr teilnehmen sollte sei jedoch dahingestellt…

Doch weiter noch!

Meine Liebe zum Kleinstfernglas war geweckt…neue Objekte der Begierde also:

Ferngläser mit geringer Vergrößerung. Geht es womöglich günstiger? Auf Fergläsern findet man oft Bezeichnungen wie „8×60“ oder „10×50“ usw…was bedeuten denn nun diese geheimnisvollen Zahlen? Gaaaanz einfach: Die vordere Zahl gibt an wieviel mal ein Objekt bei der Betrachtung vergrößert wird und hinten wird die Öffnung in mm angegeben…

Am Kasai (Gucki) ist 2,3×40 zu lesen. Mit einer so kleinen Vergrößerung habe ich nichts qualitativ Annehmbares finden können…außer die schon genannten…sonst nur Operngläser…

Günstige Varianten (unter Euro 30) findet man am Gebrauchtmarkt mit 4x Vergrößerung. Ich habe mich für dieses gute Stück hier entschieden:

udssr (1 von 1)

„made in ussr“ 4×36…also schon etwas älter das Teil…von der Machart dem „Gucki“ nicht unähnlich…jedoch mit dem Manko, dass nicht für jedes Auge extra scharf gestellt werden kann…

Natürlich ist bei einem höheren Vergrößerungsfaktor das Gesichtsfeld nicht gar so groß wie beim Gucki und daher ist es nicht mehr möglich gesamte Sterbilder zu betrachten. Dafür kommen aber Paradeobjekte wie M31 oder M42 sehr schön heraus. Ich habe mit meinem „Kauf ins Blaue“, denke ich,  auch ein wenig Glück gehabt…es dürfte tatsächlich für die Astronomie gemacht worden sein. Es gibt kaum Farbfehler und irgendwie habe ich auch das Gefühl, dass Filter im System verbaut sind. M42 habe ich ungefiltert noch nie so deutlich gesehen (außer natürlich durch meinen 10-Zöller)…

gucker (1 von 1)

Unter dem Strich habe ich jetzt 2 gute Ferngläser im unteren Vergrößerungsbereich. Ähnlich sind sie sich jedoch nicht. Die verbreitete 4x-Vergrößerung entspricht der eines kleinen Fernglases…die 2,3x-Variante ist mehr ein Verstärker für das menschliche Auge…

Nächstes Jahr im Sommer wird es wohl eine Fortsetzung dieses Beitrags geben…

trash on!

PS: Für Brillenträger dürfte das Gucki leider nicht so gut geeignet sein…da ist das Produkt von Vixen scheinbar besser…wer eine Anschaffung überlegt, sollte vielleicht auch den Beitrag im „Sterne und Weltraum“ dazu lesen!

9ter und 10ter Oktober…

Auch der Oktober hat uns heuer etwas zu bieten…nämlich eine feine Planetenkonstellation mit Sichelmond vor dem Frühstück…

Hier eine Testaufnahme vom heutigen Morgen:

walimex beschriftet

Auf diesem Bild ist der Merkur noch nicht aufgegangen…der käme dann noch unter dem Jupiter heraus…

feld beschriftet

Bis zum 10 Oktober wird der Mond am markierten Punkt aufgehen und dann nurmehr eine zarte Sichel sein…

Hoffentlich gibt es klaren Himmel…

trash on!