Eine Bestandsaufnahme…

Nun experimentiere ich seit gut 2 Monaten mit meiner neuen CCD-Kamera und es ist Zeit eine erste Bilanz zu ziehen. Wenn man bereit ist sich eine solch kostspielige Kamera zuzulegen, kann man wohl nicht abstreiten, dass man sich dem perfekten Astrofoto zumindest unendlich annähern möchte…

Ist mir das bisher gelungen? Ganz klares „Nein“

Ich bin zwar schon der Meinung, dass die Qualität meiner Bilder um ein Vielfaches gestiegen ist…aber von „perfekt“ kann keine Rede sein…

Hier mal die Dinge die meiner Meinung nach gut laufen:

Montierung und Guider arbeiten super zusammen und an die neuen Ansprüche der CCD hab ich meinen Workflow soweit ganz gut angepasst…

Ich schaffe es aus den Rohbildern ganz passable Ergebnisse zu schnitzen…

Was jedoch bisher sehr schlecht geklappt hat, ist den korreken Abstand von Flattener und Coma-Korrektur zu ermitteln. Da sind mir leider Fehler unterlaufen und dies ist der Grund warum meine Sterne gegen Rand hin zu Strichen werden. Bei den Newtons ist die Angelegenheit in den Griff zu bekommen. Beim Reiseapo war aber immer schon ein wenig der Hund drin und daher wird er im nächsten Monat durch ein anderes Gerät  ersetzt. Ich weiß noch nicht, ob ich den TS Reiseapo behalten werde (er ist mir ja ans Herz gewachsen) oder er bald zum Verkauf frei steht…

Somit habe ich die erste Saison mit neuer Ausrüstung meiner Meinung nach verpfuscht und muss sie deshalb nächstes Jahr wiederholen. Schade! Ich hätte gerne jetzt schon Bilder von den schönen Paradeobjekten im Orion…und außerdem wären mal ein paar Underdocks ganz nett…

Hier die Ergebnisse der letzten 2 Monate:

Das Problem der gegen Rand hin verzogenen Sterne ist kein unerhebliches. Jede Kette ist ja bekanntlich nur so stark wie ihr schwächstes Glied und so kommt es, dass ich durch den kleinen Fehler schmerzliche Einbußen erleiden muss: ich kann nicht frei wählen, wie das Objekt am Ende plaziert wird, ich muss das Bild beschneiden und verliere dadurch an Auflösung, ich kann nicht das Optimum herausholen, weil die unschönen Sterne dann auch mehr auffallen…

Fazit: So geht es nicht weiter! Der Winter wird mental abgeschlossen und weiter gehts mit dem Frühling…

Das bedeutet Galaxienzeit…auf der Wunschliste stehen M51, M101 und M81/M82…da der Frühling auch nicht zu den megaklaren Jahreszeiten gehört, rechne ich damit, dass dann eh schon Sommer ist…

Die Ausarbeitung der Rohdaten funktioniert soweit ganz gut und in den letzten Wochen ist mir klar geworden, was man machen und was man besser lassen sollte :)… Ein Problem ist allerdings, dass mein Computer schon sehr alt ist und ich 5 verschiedenen Prgramme zur Bearbeitung brauche. Jeder Zwischenschritt muss so als extra Datei gespeichert werden…eine Datenflut…hier werde ich wohl in neue Software investieren. Auch weil meine Art der Bearbeitung sehr zeitaufwändig ist…

Also…noch einmal die Reset-Taste gedrückt und sich in die Galaxien gekniet…auch wenn es nur Paradeobjekte sind die ich mir vorgenommen habe…für 2016 steht einiges auf der Agenda…vielleicht werdens dan 2017 mal n´paar alternativere Destinationen…

trash on!

6 Gedanken zu “Eine Bestandsaufnahme…

  1. Du hast sehr, sehr gute Ergbenisse erzielt. Werter Kollege 😉 Aber Deinen Frust kann ich nachvollziehen. Dieser Winter ist für mich auch gelaufen 😦 Nix was ich machen wollte ging. Das geplante Anfreunden mit der neuen Montierung war bis jetzt auch nicht. Irgendwie alles kacke. Klare Nächte waren Mangelware und da will man statt einstellen und anpassen lieber was machen, und das funzt dann nicht, weil ja noch nicht alles abgestimmt ist. Ich mach ein ein Reset bei mir. Alles von Null an und OHNE Ergebnisstress. Erst wenn alles sauber läuft wird wieder der Auslöser angerührt. Mit der neuen gebrauchten 1000DA gibts auch noch kleine Probleme mit der Abstimmung. Wir packen das! Auf den Frühling!

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    • „Klare Nächte waren Mangelware und da will man statt einstellen und anpassen lieber was machen“…genau das ist der Punkt…das spricht mir wirklich aus der Seele. Auf den Frühling ist aber auch eine gute Ansage. Vielen Dank auch fürs Lob…vielleicht sollten wir mal eine Astro-Supervisionsgruppe bilden 🙂

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