Experimenteller Mond II…

In meinem letzten Beitrag habe ich etwas mit dem Mond herumgespielt und ein wirklich eigenartiges Bild erzeugt. Der Trick im Mittelpunkt der Bearbeitung war dabei das Bild zu invertieren. Dadurch wurden dunkle Bereiche hell und helle Bereiche dunkel:

mond extrem beschriftet (1 von 1)

Was mir daran sehr gut gefallen hat, ist die markante Färbung der Krater. Im Bild habe ich 4 davon eingezeichnet. Tycho und Langrenus sind eher dunkel und Endymion und Plato hell. (zur Erinnerung…normalerweise verhält es sich genau umgekehrt…) Daran sieht man, dass sie mit unterschiedlichen Material gefüllt sein dürften. In Platos Fall ist das Basalt…also ein Ergussgestein. (dies gilt generell für viele der im Bild hellen Stellen oder Krater)

Schön!

Was lässt sich aber sonst noch machen? Aus einem gewöhnlichen Mondbild?

Könnte man vielleicht etwas ähnliches anstellen wie die Raumsonde Galileo hier?:

http://www.planetenkunde.de/m003/m003000/m003000_p02_10.htm

Mal sehen…

Zuerst habe ich das Mondbild in seine Farbkanäle (RGB) aufgespalten

Danach wurden 2 Falschfarbenbilder erstellt…also die Kanäle falsch zusammengefügt. Und zwar einmal in der Kombination GRB und einmal in BRG.

Dann hab ich die zwei erzeugten Falschfarbenbilder kombiniert.

Das daraus resultierende Bild wurde dann noch ein wenig gekitzelt….

mond falschfarben x (1 von 1)

Hier erst mal das optisch noch verträgliche Bild…

Nun habe ich mir nochmals den kurzen Beitrag der Galileo Sonde zu Gemüte geführt und beschlossen mich auf das Titanvorkommen zu konzentrieren.

Also weiterkitzeln….

Hier das Ergebnis:

mond falschfarben galileo (1 von 1)

Zu den Regionen:

Meer der Gefahren: Lässt sich schwer sagen. Galileo hat den Mond aus einem anderen Winkel aufgenommen als es von der Erde aus möglich ist.

Meer der Ruhe/Meer der Fruchtbarkeit: Hier gibt es wohl die größte Übereinstimmung zwischen Galileo und THO 🙂

Meer der Heiterkeit: Wie bei Galileo ist zu sehen, dass das Blau gegen Zentrum hin abnimmt.

Ozean der Stürme/Regenmeer: Hier ergibt sich vielleicht die geringste Übereinstimmung.

 

Generell muss man anmerken, dass ich mein Bild natürlich auf das Galileo Bild hinjustiert habe. Es wurden aber niemals nur einzelne Teile bearbeitet, sondern immer nur das gesamte Foto. Bei der Aufnahme des Galileo Bildes  wurde mit speziellen Filtern gearbeitet. Meines besteht dagegen nur aus RGB-Extrakten…

Auf den Schultern von Giganten stehend, ist es aber trotzdem gelungen eine kleine Karte vom Titanvorkommen auf dem Mond zu zeichnen….

Das Schöne an beiden Experimenten (Invertieren und RGB-Extrakt) ist, dass nichts weiter als ein Fotoapparat und ein PC notwendig sind um sie nachzumachen…beim nächsten Mond wird natürlich mit Digiknipse experimentiert…

trash on!

 

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