Astrofotografie ohne spezifische Hilfsmittel…

Vor ein paar Tagen habe ich diesen Beitrag hier gebracht:

https://trash-hole-oberservatory.com/2016/09/25/6120/

Dabei war mir wichtig zu demonstrieren, dass schöne Astrofotos auch ohne spezifische Astroausrüstung möglich sind. Die Bilder von Paleica wurden ausschließlich mit Kamera, Stativ und selbstauslöser gemacht…

In ein paar weiteren Beiträgen möchte ich mich nun der technischen Seite dieser Fotografie widmen:

Bei dieser Art von Astrofotografie (und nicht nur bei dieser) gibt es meiner Auffassung nach  Grundprobleme:

Die Erdbewegung

Die Belichtungszeit

Den ISO-Wert=Rauschen

Diese 3 Grundprobleme bilden, so wie ich es sehe (und nicht nur ich), eine Kette. Das schwächste Glied wirkt sich dabei, wie gewohnt, sehr negativ auf alle anderen Glieder aus.

Die Erdbewegung:

Ohne Nachführung wird sie unser Hauptproblem werden. Unsere Kamera bewegt sich nicht mit dem Sternenhimmel mit und so werden unsere Sterne nach gewisser Zeit zu Strichen. Dadurch wird klar, dass wir nicht an so viel Belichtungszeit kommen können, wie dies mit einer nachgeführten Kamera der Fall wäre.

Die Belichtungszeit:

Hier haben wir also den Salat. Unser erstes Glied wirkt sich negativ auf den nächsten Parameter aus. Wenn wir es nicht schaffen genug Licht auf unseren Chip zu bekommen, dann wird es auch nicht viele Sterne zu sehen geben.

Was kann man aber nun dagegen tun?

  1. Blende so weit wie möglich auf.
  2. ISO Wert so weit wie möglich nach oben

Der ISO-Wert:

So einfach ist es aber leider nicht. Ein hoher ISO-Wert begünstigt das Rauschen auf dem Bild und somit sollte man sehr vorsichtig damit umgehen. Da es viele verschiedene Sensoren gibt, kann man über den korrekten ISO-Wert leider keine Angaben machen. Bei neuen Kameramodellen hat man hier mit Sicherheit mehr Spielraum, als bei meinen Canons. (…da gehe ich nicht gerne über ISO800…)

Somit können wir die Blende bedenkenlos so weit aufmachen, wie wir wollen…

Beim ISO-Wert ist aber Vorsicht angebracht. Der sollte nicht so hoch gewählt sein, dass er das Rauschen unerträglich macht. Durch Ausprobieren lernt man schnell, wie weit man gehen kann.

Ein Ass haben wir noch im Ärmel…das Objektiv…

Ein lichtstarkes Objektiv schafft auch in kurzer Zeit einiges an Licht einzufangen. Wenn wir jetzt zusätzlich die Brennweite erhöhen, dann vergrößert dies noch einmal den Zeitraum, den wir zur Belichtung verfügbar machen können.

Hierzu gibt es auch eine Formel:

Für APS-C Sensoren und ähnliches muss man einfach nur 300 durch die Brennweite des Objektivs dividieren. Im Vollformat ist es 500 durch die Brennweite…

Man kann die mögliche Belichtungszeit aber ebenso durch Ausprobieren ermitteln.

Fortsetzung folgt…

trash on und CS!

4 Gedanken zu “Astrofotografie ohne spezifische Hilfsmittel…

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