Hintergrund ebnen mit kostenloser Software…

Gleich vorweg…über die Frage, was denn nun die beste Software zur Bearbeitung von Astrobildern ist, brauche ich nicht lange nachzugrübelen. Zweifelsohne ist es Pixinsight.

Im Moment beschäftige ich mich jedoch mit Astrofotografie, die ohne extra anzuschaffende, spezifische Hilfsmittel möglich sein soll und so muss bezüglich Pixinsight schon klargestellt werden, dass das Programm  kostenpflichtig ist. Und wenn ich mich zwischen Pixinsight und einer motorischen Nachführung entscheiden müsste, dann würde ich doch eher die Nachführung wählen…

Somit soll unsere Software kostenfrei bleiben und deshalb möchte ich hier in der nächsten Zeit einige Möglichkeiten vorstellen, wie man relativ einfach Probleme bei Astofotos mittels Gratissoftware beseitigen kann.

Heute geht es mir um folgendes Problem:

ausgangBevor man erste Erfahrungen mit der Astrofotografie gemacht hat, möchte man kaum glauben, dass der Bildhintergrund meist eine große Schwierigkeit darstellt. Vorallem, wenn man mit kurzer Brennweite arbeitet und sich in der Nähe von Lichtquellen befindet. Auf meinem Bild sieht man das Sternbild Orion mit seinem markanten Nebel M42. Sehr deutlich ist aber auch ein großes Hell-Dunkel-Gefälle sichtbar. Was man auf diesem Foto nun mit abgebildet ist, ist der Lichtsmog unserer schönen Wienerstadt…. Lichtsmog ist aber nicht der einzige Grund für diese unschönen Belichtungsunterschiede. Auch die Vignettierung des Objektivs kann dabei eine Rolle spielen.

So! Nun weg damit!

Wie man im oberen Bild schon erkennen kann, verwende ich dazu die Software „Fitswork“

Hier zu bekommen…muss nichtmal installiert werden…läuft aus dem Ordner heraus…:

http://www.fitswork.de/software/

Fitswork kann auch noch ein paar Dinge mehr, als den Hintergrund zu begradigen. Für den Moment möchte ich mich allerdings damit begnügen…

Also…Fitswork geöffnet und das Bild aufgemacht…

dann: auf „Bearbeiten“—-„Ebnen“—–„Hintergrund ebnen variabel“ (stattdessen kann man auch einfach auf „Ctr H“ drücken)

Nun müsste man sich in folgendem Bearbeitungsfesnter befinden:

anwendung

Da das Bearbeitungsfenster meist sehr klein erscheint, muss man es zuerst ein wenig größer ziehen. Nun geht es darum eine Maske zu erstellen. Es soll ja nur der Hintergrund geglättet werden. Glätten wir die Sterne und hellen Objekte, dann werden sie von unserm Bild verschwinden! Also den Regler „Helle Bereiche maskieren“ langsam nach rechts ziehen und das Bild beobachten. Die maskiereten Bereiche werden nun Gelb. Dabei ist aber darauf zu achten, dass das Bildrauschen oder die hellen Bereiche, die man entfernen möchte nicht maskiert werden. In meinem Bild ist rechts oben leider kein Sternhaufen maskiert, sondern das Bildrauschen. 🙂

Hat man auch Deep-Sky-Objekte auf dem Bild, kann es Sinn machen diese mit der Hand zu maskieren. Dazu umkreist man diese einfach mit der Maus. Mit der rechten Maustaste kann man die Eingabe wieder löschen.

Nun drückt man auf Berchnen und lässt den Computer mal machen. Nach wenigen Augenblicken erhält man einen geglätteten Hintergrund:

ergebnis

Im Menü „Ebnen“ stehen auch noch andere Verfahren zur Ebnung zur Verfügung. Diese kann man ebenfalls versuchen. Bei der gezeigten Variante behält man allerdings den meisten Einfluss…

trash on und CS!

8 Gedanken zu “Hintergrund ebnen mit kostenloser Software…

  1. Da ich Linux als Betriebssystem habe, verwende ich zur Nachbearbeitung in der Regel registax (mit wine) und darktable. Auch fitswork kommt immer wieder zum Zuge. Allerdings muß ich sagen, daß gerade dieses von dir beschriebene Ebnen des Hintergrundes bis jetzt ein Buch mit sieben Siegeln für mich war. Ich denke, mit deiner Beschreibung werd ich mich da nochmal dran wagen.

    Edgar

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