3D mit Anaglyphen-Brille…

Der 3D-Wahn geht also weiter. Nun habe ich mir ein 3D-Brille besorgt….keine neumodische für das TV-Gerät etwa…nein eine sogenannte Anaglyphen-Brille. Ihre Gläser sind färbig. Links rot und rechts blau. (das hat aber diesmal wirklich nichts mit Politik zu tun 🙂 )

Viele werden eine solche Brille kennen…weiters hoffe ich aber darauf, dass so manch einer auch noch eine herumliegen hat. Um nämlich die folgenden Bilder zu betrachten:

p-1-von-1

nachschub-4-von-11

o-2-von-3

nachschub-6-von-11

Wenn man keine solche Brille besitzt, muss man nicht traurig sein…so toll ist der Effekt nicht. Die Kreuzblick-Methode funktioniert ganz klar besser und erhält zusätzlich die Farbe des Originalbildes…

Erstaunlich ist aber, dass die beiden Methoden überhaupt funktionieren. Es handelt sich hier ja um keine echten 3D-Bilder. Solche werden nämlich aus 2 Bildern aus verschiednenen Perspektive zusammengesetzt. Bei Nebeln und Galaxien ist deshalb also nur schwerlich ein echter 3D-Effekt zu erreichen. Bei Mond und Planeten dürfte die Sachlage aber etwas anders sein…bei den Planeten lässt sich offenbar von ihrer Rotation profitieren…ein interessanter Beitrag dazu hier:

https://seescho.wordpress.com/2017/01/09/jupiter-in-stereo/

Beim Mond müsste es noch besser funktionieren. Hier ist vielleicht sogar ein echtes 3D-Bild möglich. Nämlich durch zeitliche Versetzung der Aufnahmen. Man könnte z.B. ein Bild, sagen wir, beim nächsten Vollmond aufnehmen und die gleiche Übung zu einem späteren Zeitpunkt wiederholen. Idealerweise liegen  dann Monate oder Tage zwischen den Aufnahmen. Ob Stunden auch reichen…darüber bin ich mir nicht sicher…wird sich schon mal testen lassen die Angelegenheit…

So…aber wie macht man denn solche Bilder eigentlich. Nun ja…meine ersten Versuche in Richtung Kreuzblick waren selbstgeschnitzt. Ich denke, wer sich die Bilder genauer ansieht, der erkennt sofort, wie sie gemacht wurden. Das linke Bild ist jeweils das Original und das rechte ist mit sich selbst überlagert, wobei die untere Ebene gleich bleibt und die obere leicht nach rechts und unten  verschoben wird…

Wermit dieser Beschreibung nichts anfangen kann, der lade sich diese Software herunter:

http://www.stereomaker.net/ger/stphmkr/index.html

Wenn man so wie ich keine echten Sterobilder zur Verfügung hat, funktioniert der Workflow ca. so:

Datei-Linkes/Rechtes Bild öffnen-dann die gewünschte Datei öffnen…nun ist sie am Bildschirm mit ihrem Doppel dargestellt-jetzt unter „Justage“ die Bilder so lange Ausrichten bis ein 3D-Effekt sichtbar ist…(wie schon oben angemerkt halte ich nach rechts unten für eine gute Richtung 🙂 )

Dies ist die Methode für den Kreuzblick. Verfügt man über eine 3D-Brille, wählt man einfach unter „Stereo“ Grau/Anaglyphen oder Farb/Anaglyphen aus. Die „Justage“ funktioniert genauso wie beim Kreuzblick…

trash on!

PS: Die Aufzucht von Anaglyphen hat leider dazu geführt, dass ich in mein 3D-Kabinett eine Trennwand einziehen musste. Nun gibt es also auch noch diesen Unterpunkt in meiner Galerie:

https://trash-hole-oberservatory.com/3d-brille-blaurot/

…dort sind weitere Bilder zu sehen…

4 Gedanken zu “3D mit Anaglyphen-Brille…

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